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Wenn Wespen zur Plage werden

2021-11-02 22:16:00

Darf man Wespen vertreiben? 

Von den rund 500 verschiedenen Arten, die in Mitteleuropa existieren, bilden nur wenige Wespen Staaten und Nester. Das heißt die meisten Wespenarten tangieren den Menschen gar nicht. Lästig können sie aber im Spätsommer werden, wenn das Wespenvolk in der Nähe von Wohnungen oder an Fenstern ihre Nester baut. Die Staatenbildung erfolgt in jedem Frühjahr aufs Neue. Dabei werden Nester in Hohlräumen z.B. in Baumhöhlen, unter Steinen oder in Rollladenkästen, Fensternischen, Dachziegeln, im Mauerwerk und in Dachspeichern, gebaut. Wespen können außerdem Krankheitserreger übertragen und Nahrungsmittel ungenießbar machen. Da der Wespenstachel auf Grund seiner Struktur als Hohlnadel ohne Widerhaken mehrfach eingesetzt werden kann, werden Wespenstiche gefürchtet. Besonders für Allergiker kann schon ein einziger Stich gefährlich sein. Doch außer der Deutschen Wespe (Vespa germanica) und der Gemeinen Wespe (Vespa vulgaris) stehen alle anderen unter Artenschutz. Wepsen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetzt geschützt. Als wild lebende Tiere dürfen sie nicht ohne Grund gefährdet, gefangen, verletzt oder getötet werden. In Zweifelsfällen um welches Insekt es sich handelt kann die untere Landschaftsbehörde beraten. Nur nach Ausschöpfung aller anderen Maßnahmen und im Notfall kann die Bekämpfung eines Nestes nötig werden. Das ist z.B. der Fall, wenn Nester in der Nähe von Kindergärten oder Spielplätzen entstehen. Auch artengeschützte Wespen können umgesiedelt werden, sollten sie in den Wohnraum eingedrungen sein. 

Welche Maßnahmen zur Wespenbekämpfung sind sinnvoll? 

Zum Entfernen, Vertreiben und Töten von Wespen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nach Schweregrad sind zwei Möglichkeiten sehr effektiv. Erstens kann die Aufstellung von Trichterfallen und Lichtklebefallen erfolgen. Besonders in Bäckereien und Supermärkten locken die Fallen die Wepsen mit einem Lockstoff an und fangen sie ein. Die zweite Maßnahme ist das Ausfindig machen des Nests. Vor allem bei starkem Wespenbefall sollte der Flugweg der Wespen beobachtet werden, um das Nest zu finden. Bei Einflugöffnungen an Häusern kann das eigentliche Nest aber auch weit entfernt vom Loch liegen. Ist das Nest gefunden kann ein Mittel zur Wespenbekämpfung zum Einsatz kommen. Dabei sollte zuerst geeignete Schutzkleidung, wie etwa ein Imkerschutzanzug, angelegt werden. Eine Sprayflasche wird nun mit der anwendungsfertigen Lösung zur Schädlingsbekämpfung gefüllt. Ein geeignetes Mittel zur Wespenbekämpfung ist Naturpyrethrum mit Permethrin. Ein schneller Abtötungseffekt und eine Langzeitwirkung, um die Vermehrung der Larven zu verhindern, ist hier garantiert. Dann nähert man sich ruhig dem Nest und sprüht die Lösung herein. Die noch umherfliegenden Wespen, die bei der Anwendung nicht im Nest selbst sind, werden am Abend kontaminiert, wenn sie das Nest besuchen. Wenn keine Wepsen mehr beobachtet werden, kann das Nest in einem letzten Schritt entfernt werden. Jedes Jahr im Herbst sterben alle Mitglieder des Volkes außer der Königinnen. Diese überwintern an geschützten Stellen und suchen zu Beginn der warmen Jahreszeit im neuen Jahr wieder Nistplätze, um ihren Staat von neuem aufzubauen. 


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